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Neue Stipendiatin

Beim alljährlich stattfindenden Bewerbungsvorspiel um ein Stipendium bei der „Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur″ der Sparkasse Minden-Lübbecke stellte sich auch in diesem Jahr eine begabte Schülerin der Musikschule Lübbecke der Bewertungsjury. Diese entscheidet darüber, ob bei den talentierten Nachwuchsmusikern eine Begabung vorliegt, die das Potenzial zum angehenden Berufsmusiker aufweist.
Die Freude war groß, als die Jury nach dem Bewerbungsvorspiel bekanntgab, dass die von Pro Musica vorgeschlagene Instrumentalschülerin Maren Bußmann (15, Violine) ein Stipendium erhält. Sie ist damit neben Julius Maaß (16, Klavier, Klasse Preuß-Niemeyer) die zweite aktuelle Stipendiatin von Pro Musica.
Sie besucht seit 2004 die Musikschule Lübbecke (s. unten) Nach dem Besuch des Musikgartens (Eva Volkmer) und der musikalischen Früherziehung (Larissa Wiebe) erhielt sie ab 2010 Unterricht an der Violine bei Rosa Meyring. Sie ist Mitglied des Jungen Kammerorchesters und hat bereits zahlreiche Wettbewerbserfolge vorzuweisen.
Die junge Musikschülerin erhält im Rahmen des Stipendiatenkonzerts am 29.September in Minden ihre Stipendiumsurkunde.


Tiefe Töne - Hohe Kunst

Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres: Der 39-Jährige ist Professor am Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied und Tubist der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und erhielt sowohl als Kabarettist als auch als klassischer Tubist zahlreiche Auszeichnungen. Als erster Tubist gewann er 2005  den Deutschen Musikwettbewerb. Als „Instrumentalist des Jahres″ zeichnete ihn die Jury des ECHO Klassik 2013 aus und vergab damit einen der wichtigsten Musikpreise Europas erstmals an einen Tubisten.
Hofmeir war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks u.a. Er ist Autor und Showmaster, gefragter Solist und Kammermusiker und gibt weltweit Meisterkurse und Workshops.
Nun kommt er gemeinsam mit der Konzertpianistin Almut Preuß-Niemeyer, die seit 2011 als Dozentin bei Pro Musica tätig ist, nach Lübbecke. Als Grenzgänger verbindet Hofmeir zunehmend Klassik, Jazz und Kabarett in außergewöhnlichen Crossover-Programmen, in denen er nicht nur als Solist, sondern auch als Moderator, Schauspieler, Kabarettist und Jazzmusiker auf der Bühne steht.
Darauf kann sich das Publikum am Sonntag, den 22.März 2020 ab 18.00 Uhr in Barre’s Brauwelt freuen. Eintrittskarten sind im Büro der Musikschule erhältlich. Kombiniert wird der Besuch in Lübbecke mit einem besonderen Highlight:
Am Samstag, den 21.03.20 ist Hofmeir bereit, einen Workshop für den bläserischen Nachwuchs in Lübbecke anzubieten. Unser Musikschulnachwuchs sowie die Posaunenchöre und Blasorchester von Blasheim bis Nettelstedt sind herzlich dazu eingeladen.
Nähere Infos hierzu erteilt die Schulleitung.


Zu Gast in Viljandi

Zusammen musizieren können sie schon, jetzt hatten sie ihren ersten großen Auftritt: Die Musikschulen aus Lübbecke und Viljandi haben zu Pfingsten 2019 ein gemeinsames Konzert in der historischen Johanniskirche in Viljandi gegeben.
Bei den Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Partnerschaft ist vor zwei Jahren die Idee ent-standen, zwischen den Schülerinnen und Schülern der Musikschulen Pro Musica Lübbecke und der Musikschule Viljandi in Estland einen Austausch zu starten. Es entstand der Gedanke, Begegnungen zu organisieren mit dem Ziel gemeinsam zu musizieren, sich auszutauschen und Konzerte zu gestalten. Den Anfang machte Pro Musica am vergangenen Wochenende mit dem Jungen Kammerorchester, der Musikschulleitung und etlichen Musik-schullehrern beim Hansefest in Viljandi.
Die Reise nach Viljandi führte über Berlin und die lettische Hauptstadt Riga. Nach einem herzlichen Empfang durch den Musikschulleiter Tonio Tamra und seine Austauschkoordinatorin Jana Seeba stand abends ein Be-such des großen Sänger- und Tanzfestes auf dem Programm. Tief beeindruckt äußerte sich der Lübbecker Mu-sikschulleiter Martin Obermeier: „Hier sieht man deutlich die verbindende Kraft der Musik.″
Am Pfingstsonntag standen eine Stadtführung, ein Rundgang in der Musikschule Viljandi und die gemeinsame Probenarbeit unter der Leitung von Rosa Meyring und ihrem estnischen Kollegen Mart Aus an. Das gemeinsa-me Konzertprogramm umfasste u.a. eine deutsche und eine estnische Komposition sowie die Filmmusik von Forrest Gump. Als Überraschung und exklusives Geschenk an die Musikschule Viljandi hatte Pro Musica mit „Kingitus″ (estn. für Geschenk) ein Werk im Gepäck, das Musikschulleiter Martin Obermeier bei seinem Musik-schulkollegen Martin Herrmann in Auftrag gegeben hatte. Das Kammerorchester interpretierte „Kingitus″ ein-drucksvoll.
Vor dem gut besuchten Konzert am Abend fand die offizielle Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung durch den Musikschulleiter Tonio Tamra und den Vorsitzenden der Musikschule Pro Musica, Michael Hafner statt. Im Konzert überzeugte einmal mehr das Kammerorchester unter Leitung von Rosa Meyring, u.a. mit solis-tischen Beiträgen von Justus Varvaras und Jens Bußmann. Der Geschäftsführer des Gemeindeverbandes Viljan-di, Mati Toomsalu, bedankte sich herzlich und wünschte der Musikschulkooperation einen langfristigen Erfolg. Die jungen Leute aus Lübbecke und Viljandi lernten sich am Abend beim Bowling näher kennen. Am Mon-tag folgte eine Stadtbesichtigung der Hauptstadt Tallinn. Am Abend gab es ein weiteres Konzert in Köpu, einem benachbarten Ort von Viljandi. Den Abschluss machte eine nächtliche Moorwanderung.
Die Beteiligten sind sich sicher, dass der Austausch zwischen den Musikschulen helfen kann, sich weiterzuent-wickeln. Voneinander lernen und Verständnis entwickeln für andere Kulturen und Traditionen öffnet den Hori-zont für neue Ideen. „Mich hat es besonders gefreut, dass aus dieser Idee inzwischen ein reger Austausch und vor allem auch Freundschaften entstanden sind.″, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann. Der Austausch wird von dem Gemeindeverband Viljandi und dem Kreis Minden-Lübbecke im Sinne der partnerschaftlichen Zusammen-arbeit unterstützt. Die Partnerschaft besteht seit 1992.
Pro Musica freut sich auf einen Gegenbesuch in Lübbecke im Sommer 2020.
Ein Foto zeigt die Besuchergruppe der Musikschule Pro Musica Lübbecke mit Jana Seeba (links) vor der Ruine der Ordensburg Viljandi. In der unteren Reihe: Katrin Langewellpott, Maren Bußmann, Jens Bußmann, Justus Varvaras, Fabian Grohmann, Josh Reinking, Katja Wilhelmy, Niklas Grohmann, Ma-lin Andrzejewski, Rosa Meyring, David Salomon Jarquin und Michael Hafner. In der oberen Reihe Martin Obermeier, Finia Malin Redeker, Kristin Härtel, Xenia Neufeld, Verena Metting, Nele Prescher, Jolina Gerling, Lea Bekemeier, Sophia Friesen, und Miriam Obermeier. (Michael Hafner). Ein Bild zeigt die Musiker beider Musikschulen vor der Johanniskirche in Viljandi. (Tonio Tamra).


Musikschulkonzert

Auch in diesem Jahr lädt die Musikschule Lübbecke zum großen Musikschulkonzert in die Stadthalle Lübbecke ein. Am Sonntag, den 07.April ab 16.00 Uhr wird ein abwechslungsreiches Programm aus solistischen, kammermusikalischen und Orchesterbeiträgen serviert. Solistische Glanzpunkte werden die beiden 16-jährigen Pianisten Leander Brand und Julius Maaß setzen. Leander Brand ist vielfacher Bundessieger bei Jugend musiziert, was ihm jüngst die Einladung vom Deutschen Musikrat zu einer Japantournee bescherte. Aus diesem Programm liefert er eine Kostprobe mit Werken von Chopin und Piazzolla (hier unterstützt von seinem Duopartner Edvard Salvesen). Julius Maaß ist ebenfalls erfolgreicher Wettbewerbs-teilnehmer und frischgebackener Sparkassenstipendiat. Er wird den „Grande Valse brilliante″ von Frederic Chopin interpretieren. Der 17-jährige Justus Varvaras ist der Solist im Violinkonzert a-moll von Johann Sebastian Bach. Es wird die Abschiedsvorstellung des Abiturienten in der Musikschule sein. Justus wird vom Jungen Kammerorchester begleitet, das mit der Ouvertüre „Iphigenie in Aulis″ von Christoph Willibald Gluck noch einen weiteren orchestralen Höhepunkt beisteuert. Hierfür wird das Kammerorchester zu einem großen Sinfonieorchester erweitert. Mit diesem Werk im Gepäck wird das Kammerorchester Pfingsten die Partnerschule Viljandi in Estland besuchen. Gespannt sein darf man auf den ersten Auftritt der neu gegründeten „Electro band″ mit den Songs „Crime″ von Vax und „Thank u, next″ von Ariane Grande. Beiträge von Blowband, „Saitenspiel″, Flöten- und Klarinettenensemble, Saxofonquartett und „Pro Musica Brass″ werden das Programm abrunden. Die Moderation liegt in den Händen von Schulleiter Martin Obermeier. Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang zur Deckung der Kosten sind aber herzlich willkommen.


Neues Angebot im Musikgarten

Eines der beliebtesten Angebote der Musikschule stellte der Musikgarten dar. Dies ist ein musikpädagogisches Konzept, bei dem Kinder von  0 - 4 Jahren zusammen mit einem Elternteil erleben können, wie viel Freude im gemeinsamen Musizieren, Singen und Tanzen liegt. In dieser musikalischen Frühförderung entwickeln Kinder ein Gefühl für die Schönheit und Wirkung von Musik. Langzeitstudien von Gehirnforschern haben bewiesen, dass dadurch die ganzheitliche Entwicklung der Kinder stark beeinflusst wird. Kinder, die Musik machen, fördern ihre Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit sowie soziale und kreative Kompetenz. Wegen der großen Nachfrage richtet Pro Musica einen zusätzlichen Musikgartenkurs für Kinder von 1 1/2 bis 3 Jahren ein. Dieser startet am Dienstag, den 5.Februar um 17.35 im Bürgerhaus Lübbecke.


Po(u)r le piano

Leander Brand, Edvard Salvesen

„Pour le piano″ ist der Originaltitel des ersten  Klavierwerks von Claude Debussy (1862 - 1918) und  das Motto eines Klavierabends mitüberwiegend französischer Klaviermusik, zu der die Musikschule Lübbecke einlädt.

Debussy strahlt verführerische Kräfte aus von geheimnisvoll hinreißendem Zauber″, schrieb Pierre Boulez, der große Komponist und Dirigent des 20. Jahrhunderts. Diese zauberhaften Werke von Debussy, dessen 100. Todestag wir im letzten Jahr begehen konnten, werden den Schwerpunkt bilden.

Zur Aufführung gelangt aber auch Musik von François Couperin (1668 - 1733) und Maurice Ravel (1875 - 1937), wobei das Programm dem Gedenken Debussys, Couperins und der Opfer des 1. Weltkrieges gewidmet ist. Ravel hat in seiner Klaviersuite „Le tombeau de  Couperin″ (Das Grabmal des Couperin) nicht nur auf den Clavecin-Komponisten des „goldenen Zeitalters″ Bezug genommen, sondern vor allem seinen im 1. Weltkrieg gefallenen Freunden ein tönendes Denkmal gesetzt, das in Auszügen zu hören sein wird.

Ein besonderer Höhepunkt des Programms verspricht der Auftritt des bekannten Klavierduos „Levar del arte″ zu werden. Die beiden Nachwuchspianisten Leander Brand  und Edvard Salvesen haben als zweimal in Folge einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert″ erhalten und bei einer bundesweiten Endausscheidung unter den 1. Preisträgern wiederum mit weitem Abstand den 1. Platz zugesprochen bekommen. Damit stehen sie in Deutschland in ihrer Altersgruppe an der absoluten Spitze. Kürzlich sind sie deshalb vom Deutschen Musikrat zu einer zweiwöchigen Japan-Tournee eingeladen worden. Aus ihrem Tourneeprogramm werden die beiden Pianisten an diesem Abend  Musik von Ravel vortragen.


Von Engeln und Teufeln

v.l.n.r.: Grazyna Puppe, Katrin Langewellpott, Martin Hermann, Viktoria Dietz, Cornelia Holle

Ein neues Ensemble ist dabei, das Lübbecker Land musikalisch zu erobern: "Tango Rojo". Die Formation wurde von Dozenten der Musikschule Pro Musica anlässlich der Lübbecker Sommerbühne 2017 ins Leben gerufen.

Mit seiner besonderen Besetzung aus Akkordeon (Cornelia Holle), Klavier (Viktoria Dietz), Violine (Grazyna Puppe), Violoncello (Katrin Langewellpott) und Marimbaphon (Martin Hermann) bildet Tango Rojo eine eindrucksvolle Ausnahme in der Ensemblelandschaft. Das bewies auch der aufsehenerregende Auftritt beim Abschlusskonzert zum 20-jährigen Bestehen von Pro Musica im November letzten Jahres in Barre´s Brauwelt. Dort findet nun auch  die Pemiere des neuen Programms statt. Am Sonntag, dem 17. Februar um 18.00 Uhr dreht sich in Barre´s Brauwelt alles um die Musik des Tangokönigs und Erfinders des Tango Nuevo: Astor Piazolla. Piazollas Musik lebt von Leidenschaft und Sehnsucht, von Fröhlichkeit, Virtuosität aber auch intensivem Schmerz. Piazolla selbst formulierte einst: "In meiner Geschichte mischen sich Teufel mit Engeln".

Zu hören sein werden unter anderem "Romance del Diabolo" und "La Camorra III" aber auch Publikumsmagneten wie "Libertango" und "Adios Nonino". Verwoben werden die musikalischen Geschichten mit Texten über den Tango sowie Geschichten aus Piazollas Leben. Damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, wird das Team von Barre´s Brauwelt neben Getränken auch Speisen in Buffetform anbieten. Karten gibt es ab sofort im Büro der Musikschule Lübbecke in der Gerichtstrasse 5. Reservierungen können telefonisch unter  05741-90128 (auch Anrufbeantworter) oder per Mail unter obermeier(at)pro-musica-lk.de vorgenommen werden. Einlass ist bereits um 17.00 Uhr!