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"Symphonic Wind" und "Symphonic Breeze" setzen Akzente. 

Einen glanzvollen Beitrag leisteten die Bläserensembles Symphonic Wind und Symphonic Breeze beim Musiksommer am 17.07.2011 in der Lübbecker Stadthalle. Zunächst erklangen die „Armenischen Tänze“ von Alfred Reed, vorgetragen von Symphonic Wind, bei dem Schüler, ehemalige Schüler und Lehrer der Musikschule Pro Musica mitwirken. Unter Führung von Musikschulleiter Martin Obermeier entfalteten sich tänzerische und schwungvolle Motive aus der Kaukasusregion.

Daran knüpfte sich als virtuoser Höhepunkt das Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan mit dem Solisten Davin Salomón Jarquín an. Einfühlsam von Symphonic Wind begleitet, breitete der Künstler die ganze Palette der teils temporeichen Fanfaren und teils wehmütig getragenen Passagen mit scheinbar müheloser Intonation und herausragender Klangmodulation vor seinem Publikum aus. Seine fast überschäumende Freude am Spiel und am Vortrag bewies der Solist in einer Zugabe, in der er das Motiv „Mein Hut, der hat drei Ecken“ abwandelte, verfremdete und kunstvoll umschrieb. Nicht erst da sprang der Funke auf das Publikum wirklich über.

 

 

 

 

Das Nachwuchsorchester, das zum ersten Mal unter dem von seiner Leiterin Anja Vehling geschaffenen Namen Symphonic Breeze auftrat, bot die „Discovery Fantasy“ von Jan de Haan. Wahrhaft symphonisches Wirken stellten Schüler unter Beweis und rührten ihre Zuhörer durch ihr Können und ihre Konzentration.

 

 

 

 

 

 

 

Von den reiferen Bläserinnen und Bläsern waren dann zwei Stücke von Ottorino Respighi zu hören. Die Balade „Huntingtower“, die sich auf die schottischen Impressionen des Komponisten bezieht wurde mit magisch-imaginären Klangfarben dargeboten. Das Orchester entfaltete hier den großen Umfang an Volumen und Vorstellungskraft, der ihm durch seine Größe und Zusammensetzung zu Gebote steht. Noch variantenreicher gestaltete sich „Pini di Roma“, ebenfalls von Respighi, in dem entfernte Nachtigallenrufe dunkler Nachtstunden sich bis zum Crescendo römischer Fußtruppen steigern und raumfüllend an vergangene Epochen gemahnten. Hohe Spielkunst und musikalische Reife stellten die Mitwirkenden unter Beweis und trugen ein weiteres Glanzlicht zum Lübbecker Musiksommer bei.

 

 

 

 

 

 

 

 

(Fotos: Cornelia Müller, WESTFALEN-BLATT)

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Stand: 07.12.11